Ihr Erfolg ist unser Ziel

Unser Engagement in der Unternehmensberatung ermöglicht in enger Zusammenarbeit mit der renommierten Wirtschaftskanzlei ZINK mit Sitz in Salzburg, interdisziplinäre Lösungsansätze für Ihr Unternehmen. Die Dynamik der globalisierten Märkte und die fortschreitende Digitalisierung fordern ständig Veränderungen in Unternehmen. 

 

Nur Unternehmen, die agil sind, bleiben dauerhaft wettbewerbsfähig und können Marktchancen nutzen. 

 

So erfordert die zunehmend digitalisierte Arbeitswelt eine innovative und präzise Gestaltung arbeitsrechtlicher Verhältnisse. Mobile und/oder virtuelle Arbeitsplätze sowie der Wandel hin zu Cloud-Arbeitswelten sind flexibel und gleichzeitig sicher im Hinblick auf Daten- und Know-how-Schutz zu gestalten. Daneben erzeugen natürlich arbeitsrechtliche Neuerungen sowie die Neuerungen bei Werk- und Dienstverträgen oder die Regulierung von Leiharbeit in der Rechtsprechung ständig Anpassungsbedarf. 

 

Wir gehen Ihre Herausforderung  aus unternehmerischer Perspektive an – egal, ob Sie für einen Großkonzern oder ein mittelständisches Unternehmen verantwortlich sind. Wir analysieren Ihre Fragestellungen übergreifend und bieten individuelle, praxistaugliche Lösungen mit klaren Handlungsempfehlungen entlang Ihrer unternehmerischen Ziele.

Der Leitsatz „Ihr Erfolg ist unser Ziel“ spiegelt unsere Arbeitsweise wieder. 

Als Consulter der Wirtschaftskanzlei ZINK ist Ferdinand Szoldatics Ihr Ansprechpartner und bespricht mit Ihnen in einer ersten Bestandsaufnahme Ihre Anforderungen und Problemstellungen. 

Strukturelle Neuaufstellung durch Transaktionen, Umstrukturierungen, Outsourcings oder andere organisatorische Maßnahmen zur Sicherung des unternehmerischen Handlungsspielraums, wie die steueroptimale Ausgestaltung der Personalabrechnung und Optimierung der Kostenstruktur durch flexiblen Mitarbeitereinsatz (inkl. Leiharbeit).

Je nach Ausgangslage und Ihrem Bedarf an den Dienstleistungsmodulen der Wirtschaftskanzlei besprechen Sie vorab die Wahl der Werkzeuge und die weitere Vorgehensweise. 

Ziel der Geschäftsanbahnung ist es, eine umfassende Betreuung und langjährige Zusammenarbeit  auf höchster Vertrauensstufe in der Klientenbeziehung zu erreichen.

Die Lohnverrechnung errechnet das der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer zustehende Entgelt sowie alle abzuführenden Abgaben (z.B. SV-Beiträge, Lohnsteuer). Mitunter übernimmt die Lohnverrechnung auch die Aufgaben des Personalbüros und umgekehrt (z.B. Aufnahme neuer Arbeitnehmerinnen/neuer Arbeitnehmer, Anmeldung, Krankmeldung, Aufzeichnungen über Urlaubsverbrauch, Führen der Personalunterlagen, Kündigung).

Mithilfe der Lohnverrechnung und deren Aufzeichnungen können steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Gestaltungsspielräume optimal genutzt werden, Personalkosten durch eine gezielte Aufgliederung der Kosten nach abgegrenzten Unternehmensbereichen kontrolliert und die Organisation des Personalwesens optimiert werden.

Leistungsprotfolio:

  • Beratung in sämtlichen lohnsteuer-, arbeits- & sozialversicherungsrechtlichen Fragestellungen
  • Arbeitsvertragsgestaltung (diverse Dienstverträge bzw. Dienstzettel)
  • Korrekte Einstufung der Mitarbeiter/-innen bei Neuanlage
  • Überprüfung der KV-Einstufung bei bereits vorhandenen Mitarbeiter/-innen
  • Elektronische An-, Ab- und Ummeldung bei der GKK
  • Laufende Abrechnungen (SEG, Krankenstand, Aufrollungen, diverse Taggelder/Reisekosen)
  • Urlaubsverwaltung
  • Ermittlung und Abrechnung der Sonderzahlungen
  • Berechnungen der Kollektivvertragserhöhungen und Vorrückungen
  • Monatliche Abrechnung in doppelter Ausführung (Papierform oder als pdf Datei zum Selbstdruck)
  • Buchungsbelege (Papierform, pdf-Datei)
  • Laufende Kommunikation mit den Behörden (GKK, Finanzamt, Gemeinden, BUAK)
  • Support bei BLAP-Prüfungen
  • Auslandsentsendungen
  • Arbeitskräfteüberlassung
  • hausinterne Schulungen der MitarbeiterInnen (z.B. Neuerungen in der Personalverrechnung)
  • hausinterne Einschulung Ihrer neuen MitarbeiterInnen
  • „kurzfristiger“ Einsatz unserer erfahrenen PersonalverrechnerInnen bei Ihnen im Betrieb

§ 4 Prüfung lohnabhängiger Abgaben und Beiträge 

Die Prüfung lohnabhängiger Abgaben und Beiträge stellt eine Außenprüfung gemäß § 147 der Bundesabgabenordnung – BAO, BGBl. Nr. 194/1961, dar und umfasst:

  • die Lohnsteuerprüfung gemäß § 86 EStG 1988
  • die Sozialversicherungsprüfung gemäß § 41a des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes – ASVG, BGBl. Nr. 189/1955, und
  • die Kommunalsteuerprüfung gemäß § 14 des Kommunalsteuergesetzes 1993, BGBl. Nr. 819/1993.

Grenzüberschreitende Arbeitskräfteüberlassung

Bei grenzüberschreitender Arbeitskräfteüberlassung sind eine Reihe von steuerlichen Vorschriften zu beachten. Die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes bringt obendrein weitreichende Änderungen für die Besteuerung der Löhne der überlassenen Arbeitskräfte.

Die in den Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) vorgesehene 183-Tage-Regelung kommt nur mehr in Ausnahmefällen zur Anwendung. Die Löhne der überlassenen Arbeitskräfte unterliegen daher unabhängig von der Dauer der Überlassung in dem Land der Lohn-/Einkommensteuer, in dem die Tätigkeit verrichtet wird (Tätigkeitsstaat).

Arbeitskräfteüberlassung ins Inland (Inbound-Fall) 

Bei Inbound-Fällen sind insbesondere folgende Vorschriften zu beachten: 

Lohn-/Einkommensteuer 

Die Löhne der Arbeitskräfte unterliegen unabhängig von der Dauer der Überlassung grundsätzlich der Lohn-/Einkommensteuer. Zur Sicherung des Steueranspruches sind zwei Möglichkeiten vorgesehen: 

Quellensteuer 

Inländische Beschäftiger müssen grundsätzlich eine Quellensteuer einbehalten. Die Quellensteuer beträgt 20 % des Gestellungsentgeltes. Sie ist bei der Auszahlung des Gestellungsentgeltes einzubehalten und spätestens am 15. des Folgemonats an das Finanzamt unter der Bezeichnung „Steuerabzug gem § 99 EStG“ abzuführen. Der Beschäftiger hat die dem Steuerabzug unterliegenden Beträge, den Zeitpunkt der Zahlung oder Gutschrift sowie die Höhe und den Zeitpunkt der Abfuhr der einbehaltenen Steuer laufend aufzuzeichnen. 

Mit der Quellensteuer ist die Lohnsteuer der überlassenen Arbeitskräfte abgegolten. Eine Veranlagung auf Antrag ist möglich. 

(Freiwilliger) Lohnsteuerabzug 

Anstelle der Quellensteuer wird der inländische Steueranspruch auch durch den Lohnsteuerabzug sichergestellt. Eine gesetzliche Verpflichtung zum Lohnsteuerabzug trifft denausländischen Überlasser nur dann, wenn er im Inland eine Betriebsstätte hat. Besteht keine Betriebsstätte, werden die Arbeitslöhne der überlassenen Arbeitskräfte grundsätzlich im Wege der Veranlagung versteuert. Es ist jedoch zulässig, dass der ausländische Überlasser, ein von diesem befugter inländischer Vertreter oder der inländische Beschäftiger die lohnsteuerlichen Pflichten übernimmt und den Lohnsteuerabzug freiwillig vornimmt.

Wichtig: 
Der inländische Beschäftiger darf erst dann vom Quellensteuerabzug absehen, wenn der ausländische Überlasser einen vom Finanzamt Bruck Eisenstadt Oberwart ausgestellten Befreiungsbescheid vorlegt. Ein Befreiungsbescheid wird auf formlosen Antrag des ausländischen Überlassers dann ausgestellt, wenn die lohnsteuerliche Erfassung der überlassenen Arbeitskräfte sichergestellt ist.

Sonderfall Deutschland 

Aufgrund einer Sondervorschrift im DBA Deutschland gilt die 183-Tage-Regelung für die gewerbliche Arbeitskräfteüberlassung weiter. Das bedeutet, dass die Löhne für die ins Inland überlassenen Arbeitskräfte nicht steuerpflichtig sind, sofern die Überlassung nicht länger als 183-Tage im Kalenderjahr dauert. Der inländische Beschäftiger hat aber auch hier zu beachten, dass vom Quellensteuerabzug nur dann abgesehen werden darf, wenn der deutsche Überlasser einen Befreiungsbescheid des Finanzamtes Bruck Eisenstadt Oberwart vorlegt.

Hat die gewerbliche Arbeitskräfteüberlassung im Kalenderjahr nicht länger als 183-Tage gedauert und hat der inländische Beschäftiger Quellensteuer abgezogen, wird dem deutschen Überlasser auf Antrag die einbehaltene Quellensteuer vom Finanzamt Bruck Eisenstadt Oberwart zurück erstattet. Dafür sind die amtlichen Vordrucke ZS-RD1 und ZS-RD1C zu verwenden. 

Kommunalsteuer 

Unternehmer, die Arbeitnehmer in einer inländischen Betriebsstätte beschäftigen, haben an die Gemeinde Kommunalsteuer zu entrichten. Diese Verpflichtung gilt grundsätzlich auch für ausländische Überlasser, die Arbeitskräfte ins Inland überlassen, sofern sie im Inland eine Betriebsstätte haben. Hat der ausländische Überlasser im Inland keine Betriebsstätte, gelten die ins Inland überlassenen Arbeitskräfte kommunalsteuerrechtlich als Arbeitnehmer des inländischen Beschäftigers. Die Kommunalsteuer beträgt in solchen Fällen 3 % von 70 % des Gestellungsentgeltes. 

Dienstgeberbeitrag (DB) und Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ) 

Ist der Überlasser in einem anderen EU-Land ansässig, besteht im Inland solange keine DB-Pflicht als nicht eine Sozialversicherungspflicht der überlassenen Mitarbeiter im Inland eintritt. Ist der Überlasser in einem Drittland ansässig, besteht allerdings DB-Pflicht im Inland. Schuldner ist der Überlasser. 

Ein Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag kommt solange nicht in Betracht als der ausländische Überlasser im Inland über keine aufrechte Gewerbeberechtigung verfügt. 

Umsatzsteuer 

Bei der Überlassung von Arbeitskräften handelt es sich um eine sonstige Leistung. Die Leistung ist im Inland steuerbar und steuerpflichtig. Hat der ausländische Überlasser im Inland keine an der Leistungserbringung beteiligte Betriebsstätte, geht die Umsatzsteuerschuld für das Gestellungsentgelt auf den inländischen Beschäftiger über. Der ausländische Überlasser darf in diesem Fall keine österreichische Mehrwertsteuer verrechnen. Das österreichische Unternehmen hat die Umsatzsteuer selbst zu berechnen und darf – bei Vorsteuerabzugsberechtigung – die selbstberechnete Umsatzsteuer im selben Voranmeldungszeitraum als Vorsteuer abziehen. 

Arbeitskräfteüberlassung ins Ausland (Outbound-Fälle) 

Lohn-/Einkommensteuer 

Bei Überlassung von Arbeitskräften ins Ausland hängen die steuerlichen Auswirkungen davon ab, ob ein DBA gilt. 

Es gilt kein DBA 

In diesen Fällen ergibt sich durch die neue Rechtslage keine Änderung. Solange die überlassene Arbeitskraft im Inland ansässig ist und der Überlasser im Tätigkeitsstaat keine Betriebsstätte hat, unterliegen die Arbeitslöhne der inländischen Besteuerung. Macht auch der Staat in den die Arbeitskraft überlassen worden ist (Tätigkeitsstaat), ein Recht auf Besteuerung des Arbeitslohnes geltend, käme es zu einer Doppelbesteuerung. Je nach Höhe der Steuer im Tätigkeitsstaat wird in Österreich die Doppelbesteuerung durch die Anwendung der Befreiungs- oder Anrechnungsmethode vermieden.

Es gilt ein DBA 

Sieht das anzuwendende DBA als Methode zur Vermeidung der Doppelbesteuerung die Anrechnungsmethode vor, ist von den ins Ausland überlassenen Arbeitskräften weiterhin die volle Lohnsteuer abzuziehen. Die vom Arbeitnehmer im Ausland gezahlte Steuer wird im Veranlagungswege auf die Lohnsteuer angerechnet. Zur Vermeidung einer unterjährigen Doppelbesteuerung hat der Überlasser das Recht – aber nicht die Pflicht – die ausländische Steuer bereits bei der laufenden Lohnsteuerberechnung zu berücksichtigen, unter der Voraussetzung, dass nachgewiesen werden kann, dass vom Arbeitslohn im Ausland laufend die Steuer gezahlt wird. 

Gilt nach dem anzuwendenden DBA die Befreiungsmethode, hat Österreich aufgrund der anfangs erwähnten neuen Rechtsprechung bereits ab dem 1. Tag der Auslandsüberlassung kein Besteuerungsrecht am Arbeitslohn mehr (Ausnahme Deutschland, wo die 183-Tage-Regelung für die gewerbliche – nicht konzerninterne – Arbeitskraftüberlassung weiter gilt). Zur Vermeidung einer doppelten Nichtbesteuerung muss der inländische Überlasser weiterhin den Lohnsteuerabzug vornehmen, solange nicht nachgewiesen werden kann, dass der Tätigkeitsstaat sein Besteuerungsrecht wahrnimmt. 

Endet während eines Lohnzahlungszeitraumes (Kalendermonat) die Lohnsteuerpflicht, ist für den Rumpflohnzahlungszeitraum die Lohnsteuer nach der Tagestabelle zu ermitteln. 

Kommunalsteuer 

Für die ins Ausland überlassenen Arbeitskräfte muss der inländische Überlasser grundsätzlich weiterhin Kommunalsteuer zahlen. Keine Kommunalsteuerpflicht besteht allerdings dann, wenn 

  • der inländische Überlasser selbst keine ausländische Betriebsstätte gründet der die überlassenen Arbeitskräfte zuzuordnen sind, oder
  • die überlassenen Arbeitskräfte in einer ausländischen Betriebsstätte des Beschäftigers eingesetzt werden (bis 31.12.2016),
  • einem ausländischen Beschäftiger Arbeitskräfte für länger als sechs Monate überlassen werden (ab 01.01.2017) 

Dienstgeberbeitrag und Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag 

Solange aufgrund der Auslandsüberlassung Sozialversicherungspflicht im Inland weiter besteht, sind auch der Dienstgeberbeitrag und der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag zu entrichten. 

Umsatzsteuer 

Für die Umsatzversteuerung des Gestellungsentgeltes sind die Rechtsvorschriften des Leistungsortes maßgebend. Die Überlassung von Arbeitskräften an Unternehmer ist eine sonstige Leistung, die dort als ausgeführt gilt, wo der Beschäftiger sein Unternehmen betreibt. Erfolgt die Überlassung an eine Betriebsstätte des Beschäftigers, ist der Ort der Betriebsstätte maßgebend. Liegt danach der Leistungsort in einem EU-Land, muss ohne Mehrwertsteuer abgerechnet werden. Die Umsatzsteuerschuld geht auf den Beschäftiger über (Reverse Charge). Auf der Abrechnung ist die UID-Nummer des Beschäftigers anzugeben sowie auf den Übergang der Steuerschuld hinzuweisen. Das Gestellungsentgelt ist dem Finanzamt gesondert in der zusammenfassenden Meldung mitzuteilen. 

Erfolgt die Überlassung von Arbeitskräften an einen Beschäftiger im Drittland, sind die Rechtsvorschriften des Drittlandes zu beachten. 

Kommunalsteuer

Die Kommunalsteuer in Höhe von 3 % vom Bruttolohn ist vom Dienstgeber monatlich an die erhebungsberechtigte Gemeinde abzuführen. Das Unternehmen unterliegt der Kommunalsteuer in der Gemeinde, in der eine Betriebsstätte unterhalten wird.

Sie profitieren dabei von der Kombination herausragenden juristischen Fachwissens mit profundem Branchenwissen unserer Berater, das auch auf unserer kontinuierlichen Betreuung unterschiedlichster arbeitsrechtlicher Veränderungsprozesse auf Betriebs-, Unternehmens- und Konzernebene basiert. Wir sagen Ihnen dabei auch stets, ob ein Gang zu Gericht lohnender sein kann als eine außergerichtliche Verhandlung.

Erweist sich eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung als unvermeidbar, entlastet eine erfahrene Prozessvertretung das Unternehmen wirksam.